Begriffe

Spenden sind im steuerlichen Sinne „Ausgaben“ zur Förderung bestimmter steuerbegünstigter Zwecke. Der Begriff der Spende umfasst nur freiwillige und unentgeltliche Zuwendungen. Sponsoring beschreibt ein Vertragsverhältnis, an dem zwei oder mehrere Partner beteiligt sind. Der Sponsor will mit Hilfe seines Vertragspartners eine Steigerung des Bekanntheitsgrades erreichen.

Die Gegenleistung besteht darin, dass Werbeverpflichtungen übernommen werden. Der Gesponserte muss vertragsmäßig eine bestimmte auf das Sponsoring-Engagement bezogene Tätigkeit entfalten. Beim „Social Sponsoring“ gibt es für die Zahlungen des Sponsors keine direkte Abnehmerbeeinflussung in Form von Absatzwerbung als unmittelbare Gegenleistung durch die Organisation. Die Gegenleistung ist nicht so offensichtlich wie beim klassischen Sponsoring.

Anders als beim reinen Mäzenatentum oder der regelmäßig überreichten Spende, basiert das Sponsoring auf dem Prinzip der vertraglich vereinbarten Gegenseitigkeit. Das Sponsoring birgt mehrere Risiken in sich. Neben den allgemein diskutierten Risiken einer Abhängigkeit des Mittelempfängers sind dies auch betriebliche Risiken.

Steuerliche Risiken

Leistungen aus einem Sponsoring können bei der steuerbegünstigten Organisation eine steuerfreie Einnahme oder eine steuerpflichtige Einnahme aus einem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb sein: Gestattet die Organisation dem Sponsor die Nutzung ihres Namens zu eigenen Werbezwecken oder zur Imagepflege, liegt kein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb vor. Weist die Organisation lediglich in eigenen Medien auf die Unterstützung durch den Sponsor hin, liegt ebenfalls kein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb vor.

Ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb (der kein Zweckbetrieb im Sinne der §§ 65 bis 68 AO sein kann) liegt hingegen vor, wenn die mittelempfangende Organisation an Werbemaßnahmen des Sponsors mitwirkt. In diesem Falle besteht ein größeres Risiko für die Organisation.

Grundsatz