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43. fdr+sucht+kongress: “Sucht im Netzwerk” – Überblick und Resümee2022-07-12T03:11:02+02:00

43. fdr+sucht+kongress: “Sucht im Netzwerk” – Überblick und Resümee:

Zum 43. Mal fand am 02. und 03. Mai der deutschlandweite fdr+sucht+kongress 2022 unter dem Titel „Sucht im Netzwerk“ als Online-Veranstaltung statt. Veranstalter ist seit 1980 der Fachverband Drogen- und Suchthilfe e. V. (fdr+). Beim Kongress geht es darum, ein Forum für Praktiker*innen zu schaffen, das der Informationsvermittlung, dem Erfahrungsaustausch, der Projektdarstellung und der Verbesserung der Praxis insgesamt dient. Die Kongressthemen markieren seit über vier Dekaden stets aktuelle Themen der Suchtprävention, Suchthilfe und Suchtselbsthilfe und setzten bedeutende politische Diskussionsprozesse in Gang.

In diesem Jahr wurde thematisch auf die Schnittstellenproblematik und die generelle Bedeutung von interdisziplinärer Zusammenarbeit bei der Bewältigung und Behandlung einer Abhängigkeitserkrankung als bio-psycho-soziale Erkrankung eingegangen. Neue und auch bewährte Kooperationsmodelle wurden vorgestellt, Hürden und Schwierigkeiten aufgezeigt, innovative Lösungen dargelegt und diskutiert.

In einer abgewogenen Mischung aus vier Live-Vorträgen („Input“) sowie 16 Seminaren („Output“) wurde eine Verbindung von Lernen und Handeln erreicht, die sowohl auf Wissenszuwachs als auch auf fachlichen Diskurs ausgerichtet ist. Mehr als 180 Fachkräfte bzw. Ehrenamtliche aus den Arbeitsfeldern der Suchtprävention, Suchthilfe und Suchtselbsthilfe sowie Netzwerkpartner*innen haben am digitalen Kongress teilgenommen, um sich über gute Praxis, aktuelle Forschungsergebnisse, neue Ansätze und Angebote zu informieren, sodass die Zusammenarbeit an den Schnittstellen bzw. Nahtstellen angegangen und optimiert wird.

 

Programm:

Begrüßung und Eröffnung
  • Janina Tessloff, Vorstandsvorsitzende Fachverband Drogen- und Suchthilfe e.V., Begrüßung
  • Burkhard Blienert (Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen)
 Vorträge
Seminare
Symposien

fdr+Symposium I:

  1. Wie sollen uns denn da Forscher*innen unterstützen? Weiterbildungsbedarfe von Mitarbeitenden in vollstationären Jugendhilfeeinrichtungen mit Suchtschwerpunkt – Erste Zwischenergebnisse der DELTA-JU Studie –Dr. Sören Kuitunen-Paul (TU Dresden)
  2. Nationales Early Warning System (NEWS) – was tut sich in Deutschland bei illegalen Drogen – Regina Kühnl (IFT Institut für Therapieforschung gGmbH, München)
  3. Rauchen Sie noch, oder dampfen Sie schon – Vergleich des Anteils an E-Zigarettenkonsumentinnen in den älteren Bevölkerungsgruppen in 28 europäischen Ländern und IsraelDr. Josefine Atzendorf (Max-Planck-Institut München)
  4. Erziehung zwischen Rausch und Risiko – eine Forschungsarbeit zum Präventionswissen für Eltern und Fachkräfte – Prof. Dr. Regina Kostrzewa (IU Internationale Hochschule, Bremen)

fdr+Symposium II:

  1. Einfluss von Covid-19 auf den SubstanzkonsumDr. Ekaterini Georgiadou (Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Nürnberg)
  2. Zwischen Strafe und Hilfe im Justizvollzug – Chance oder Dilemma?Franziska Schneider (IFT Institut für Therapieforschung gGmbH, München)
  3. Substanzkonsum, Störungen durch Substanzkonsum und begleitende psychische Störungen bei Jugendlichen in einer Spezialambulanz für SuchterkrankungenMelina Wiedmann (Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie Dresden)
  4. Alkoholabhängigkeit – eine genderspezifische Betrachtung der Erkrankung sowie Auswirkungen der Sucht auf die AngehörigenLisa Hülsmann (Neurologische Rehaklinik)
Abschlussplenum

Janina Tessloff, Vorstandsvorsitzende Fachverband Drogen- und Suchthilfe e.V., Zusammenfassung und Verabschiedung

Die aufgezeichneten Beiträge, stehen bis zum 29.06.2022 in der Mediathek zum Abruf zur Verfügung.

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