43. fdr+sucht+kongress “SUCHT im Netzwerk”

am 02./03.05.2022 in Berlin

Vom 02. bis 03. Mai 2022 findet der 43. fdr+sucht+kongress des Fachverbandes Drogen- und Suchthilfe e.V. (fdr+) statt. Er wird sich dem Thema „Schnittstellen“ widmen.

Für die Bewältigung und Behandlung einer Abhängigkeitserkrankung, als bio-psycho-soziale Erkrankung, ist die Kooperation und Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfesysteme grundlegend. Manchmal bleibt eine Kooperation in der Praxis jedoch eher zufällig und/oder ist vom Engagement bzw. Willen der einzelnen Akteur*innen abhängig, was weder für die Klient*innen, Patient*innen oder Gruppenmitglieder, noch für die Mitarbeitenden hilfreich ist. U.a. ein klarer Auftrag, ein verbindliches Schnittstellenmanagement und ein gemeinsam definiertes Ziel können hingegen eine effektive Kooperation fördern.

Der fdr+sucht+kongress 2022 möchte im Rahmen von vielfältigen Vorträgen und Seminaren, neue und auch bewährte Schnittstellen-Lösungen (Best-Practice-Modelle) vorstellen, auch Hürden und Schwierigkeiten aufzeigen, aber vorrangig innovative Lösungen darlegen und diskutieren.

Dabei sollen auch Themen wie die positiven Auswirkungen der Corona-Sonderregelungen auf den Bereich der Suchthilfe und die neue bzw. erforderliche Agilität in den Einrichtungen und Organisationen berücksichtigt werden. Gleichzeitig möchte der Kongress kontinuierlich zur Entstigmatisierung von Abhängigkeitskranken beitragen und deshalb auch einen Wissenstransfer zwischen den verschiedenen Hilfesystemen und Akteur*innen, im Sinne eines Schnittstellenmanagements, gewährleisten. Auch sog. „Haltungsfragen“ sollen thematisiert werden, um zu erreichen, dass die Unterschiedlichkeit der Beteiligten als eine Ressource und nicht als ein Hindernis für die Zusammenarbeit verstanden werden kann. Dies bezieht sich z.B. auch auf die Kooperationen im Bereich der Digitalisierung. So können erfolgreiche Vernetzungen mit der IT-Branche und Startups vorgestellt werden, die z.B. durch die Entwicklung von digitalen Tools/Anwendungen, zur Erhöhung der Erreichbarkeit der Zielgruppe beigetragen haben bzw. neue Zielgruppen erreichen.

Rund 250 Fachkräfte bzw. Ehrenamtliche aus den Arbeitsfeldern der Suchtprävention, Suchthilfe und Suchtselbsthilfe werden zu diesem bundesweiten Kongress erwartet, um sich über gute Praxis, aktuelle Forschungsergebnisse, neue Ansätze und Angebote zu informieren, um die Zusammenarbeit an den Schnittstellen bzw. Nahtstellen zu optimieren.

Das Programm und die Anmeldeoptionen werden Sie (voraussichtlich Anfang 2022) hier finden.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!