Der Fachverband Drogen- und Suchthilfe e.V. (fdr+) richtet 43. BundesDrogenKongress zum Thema „Sucht im Netzwerk” aus

  • Fachverband Drogen- und Suchthilfe e.V. (fdr+) richtet den bundesweiten Kongress zum zweiten Mal digital aus und setzt damit eigene Digitalisierungsstrategie fort
  • Fachtagung widmet sich 2022 den Themen Netzwerkarbeit und Schnittstellenmanagement im Bereich der Suchtprävention, Suchthilfe und Suchtselbsthilfe
  • „Get-Together-Bereich“ lädt zum digitalen Netzwerken und weiteren Austausch ein

Berlin, den 29.04.2022 – Am 02. und 03. Mai 2022 findet der 43. fdr+sucht+kongress, bis 2014 BundesDrogenKongress, des Fachverbandes Drogen- und Suchthilfe e.V. (fdr+) zum zweiten Mal als interaktive Online-Veranstaltung statt. Unter dem Leitmotiv „Sucht im Netzwerk“ sind Fachkräfte und Ehrenamtliche aus den Tätigkeitsfeldern der Suchtprävention, Suchthilfe, Suchtselbsthilfe sowie ihre Netzwerkpartner*innen aus ganz Deutschland zum fachlichen Austausch und digitalen Netzwerken eingeladen.

„Die Suchthilfe in Deutschland zählt europaweit zu den größten, qualifiziertesten sowie differenziertesten Versorgungssystemen im Suchtbereich. Eine adäquate, kontinuierliche und ganzheitliche Behandlung und Betreuung von Betroffenen und ihrer Angehörigen wird in Zukunft nur dann möglich sein, wenn der Verbund alle notwendigen und darüber hinaus möglichen Leistungen miteinander verzahnt. Gerade weil in den letzten Jahrzehnten die Angebote für Abhängigkeitskranke und ihre Angehörigen ausgebaut und differenziert wurden, muss jetzt die Integrationsarbeit drogenpolitisch und in der Praxis oberste Priorität haben“, betont Janina Tessloff, Vorstandsvorsitzende des fdr+.

In den Vorträgen und Seminaren werden Praxisbeispiele und aktuelle Forschungsergebnisse vorgestellt, die die Bedeutung von Schnittstellenmanagement bei der Betreuung und Behandlung von Suchterkrankungen beleuchten. Das umfangreiche Programm enthält Beiträge zur Arbeit mit Jugendlichen, Behinderten, Kindern aus betroffenen Familien, Arbeits- oder Obdachlosigkeit, Verschuldung und darüber hinaus gibt es auch Beiträge von Leistungsträgern.

Vielfältige Vernetzungs- und Gesprächsmöglichkeiten für die Teilnehmer*innen und Referent*innen bietet der „Get-Together-Bereich“ im Anschluss beider Tage.

Der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Burkhard Blienert, forderte kürzlich erst ein eigenes Ausbildungsmodul für Medizinstudierende zum Thema Suchterkrankungen, um angehende Ärzt*innen für ihre Rolle im Suchthilfesystem zu sensibilisieren und Suchtprävention zu fördern. „Networking zwischen dem Bildungs-, Sozial- und Gesundheitswesen ist aufgrund der aktuellen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie oder den Ukraine-Krieg mehr denn je von elementarer Bedeutung. Nur gemeinsam können wir es schaffen, zielgerechte Hilfe für die Betroffenen so schnell wie möglich und so lange wie nötig ankommen zu lassen. Eine patientenorientierte Behandlung gelingt am besten, wenn das System den Menschen im Fokus hat, die Akteure voneinander lernen und unbürokratisch Unterstützung ermöglicht wird. Dafür bietet der BundesDrogenKongress eine bewährte, professionelle und wertvolle Plattform“, so Blienert.

Der jährliche BundesDrogenKongress wird vom Fachverband Drogen- und Suchthilfe seit 1980 veranstaltet und liefert Teilnehmenden in diesem Jahr Informationen zu neuen Ansätzen und Angeboten, um die Zusammenarbeit an potenziellen Schnittstellen zu optimieren.

Das detaillierte Programm und Anmeldeoptionen finden Sie unter: https://www.fdr-sucht-kongress.de/

Eine kostenfreie Teilnahme ist für Studierende aus den Bereichen Soziale Arbeit, Sozialpädagogik, Public Health, Psychologie u.Ä. möglich.